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Portrait > Der Künstler

In meinem Leben gab es immer einen inneren Rebell, der dann zum Vorschein kam, wenn die Situation zu eng wurde. Auszubrechen aus dem Alltag und Neues zu kreieren kenne ich sehr gut. Als Mensch bin ich ein Hungerwesen. Meine Seele sucht laufend Nahrung und Schönheit, nach dem Motto, der Mensch lebt nicht vom Brot allein.

Batikarbeit von 1973, mit 24 Färbungen.Diese Symbole der Schönheit bereitzustellen, hat mich veranlasst meine innere geistige Welt zu materialisieren und die äussere materielle Welt zu vergeistigen. Also habe ich mich klar für die Kunst entschieden, diesen Weg zu gehen.

Viele Träume nach Veränderung, nach neuen Farben und Formen habe ich wachgepinselt oder geschmiedet. Mich da "abzuholen", wo ich gerade unterwegs bin, hat sehr viel mit der Qualität der Zeit zu tun und ist das A und O meiner Wahrnehmung und meiner künstlerischen Empfindungen. Die Kunst berührt Bereiche des Übersinnlichen und der Transzendenz, das noch nicht Sichtbare.

Schneckenskulptur mit meinen zwei Jungs.

Meine Innenwelt, Ideen und Visionen nach Aussen umzusetzen, bedarf der handwerklichen Grundlage und des handwerklichen Geschickes. Diese ist nicht nur auf das Metall begrenzt, ebenso sind auch andere Materialien, wie  das bearbeiten von Holz, Stein, Glas (Tiffany) oder Wachs (Batik) eine Wichtige Voraussetzung um Erfolg zu haben. Dazu gehört auch die Gabe des Zeichnens und des Entwerfens. Mit einer skizzierten Idee wird es möglich die Formen zu finden, die für die Arbeit gewünscht wird. So sind einige Arbeiten auf das Entwerfen auf dem Papier angewiesen. Viele Kundenwünsche machen diesen Weg, die anfänglich als Zeichnung als Vorlage dienen. Viele Werke entstehen aber einfach durch das Erarbeiten, ohne genau zu wissen wie das fertige Produkt einmal aussehen wird. Dies wiederum setzt voraus, dass das Auge die Form erkennt, die es umzusetzen gilt.

Biene, geschmiedet in Bronze für ein Grab.Das selbständige und unabhängige Arbeiten ermöglicht mir mein Vollblut Autodidakt. Er macht es mir möglich, mich in eine Arbeit einzufühlen um den Arbeitsablauf zu erkennen. Schon immer habe ich über das Zuschauen und Betrachten, wie andere Menschen eine Arbeit tun, gelernt. Aufmerksamkeit ist Kraft und vermag Unbekanntes sichtbar zu machen.

Kunstobjekte und Symbole sind wichtige Spiegel der Selbstwahrnehmung und Selbsterkenntnis, verbunden mit einer Botschaft. Innere und äussere Welten zu verbinden durch das Medium Kunst, ist ein grosses Anliegen meines künstlerischen Schaffens. Dem Betrachter einen "Spiegel" der Einmaligkeit zu bieten, der Innen und Aussen in Resonanz versetzt.

Das Didgeridoo als Ergänzung zur manifestierenden Kunst.

Als Menschen sind wir alle einmalige Wesen und haben das Recht auf einmalige Werke und Unikate. Als Künstler fühle ich mich verpflichtet, diesem Umstand Rechnung zu tragen. Auch soll Kunst erreichbar und erschwinglich sein für alle. Um sich be-rühren zu lassen, braucht es kein Verständnis, aber sicher ein offenes Herz.

"Als Künstler freut es mich sehr, Herzen zu erreichen und Menschen zu erfreuen". Die unterschiedlichen Kurse sind eine weitere Möglichkeit den Mitmenschen den eigenen Erfolg nahe zu bringen. Ein guter Lehrer macht es möglich dass die Schüler ebenso wertvolle Arbeiten erschaffen, die persönliche Werte als Erfolg vermitteln. Als Künstler bin ich Täter und immer darauf aus, auch meine Mitmenschen zu dieser kreativen Täterschaft einzuladen. Nur wer selber tut, erkennt seine Gaben und seine Früchte.

Die Meditation, Aquarell 1976.

Lebensbaum, aus einem Stück Bronze geschmiedet.

 

 

 

 

 

 
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